Der Brand der katholischen Kirche

1899 – Der große Brand der katholischen Kirche.

In den Jahren 1880/1881 musste die Schlosskapelle wegen Baufälligkeit abgebrochen werden. Ein Neubau erfolgte ab 1882. 1886 wurde der Bau vollendet. Nach der Nachmittagsvesper am Pfingstmontag des Jahres 1899 haben die Ministranten die Glut im Weihrauchfass nicht ordentlich gelöscht, so dass Funken übergreifen konnten und die Chorröcke Feuer fingen. Aus der Sakristei griff das Feuer nachts auf das Innenschiff der Kirche über. Trotz des schnellen Einsatzes der Pyrbaumer Wehr mit einer verbesserten Löschmaschine und dem Einsatz von acht Nachbarfeuerwehren konnte es nicht gelingen, die Kirche zu retten. Von der Kirche blieben nur die Sandsteinmauern stehen. Auch die Inneneinrichtung wurde ein Raub der Flammen. Der Neubau der Kirche im neugotischen Stil vollzog sich innerhalb eines Jahres, so dass Gottesdienste ab dem 20. Januar 1901 wieder abgehalten werden konnten. Der Wehr erhielt 1901 aufgrund der gezeigten guten Einsatzleistungen eine neue vierrädrige Löschmaschine mit Doppelspritze, die Beste, die damals im Bezirk zur Verfügung stand. Auch eine fahrbare Drehleiter für die Brandbekämpfung höherer Gebäude wurde genehmigt.